„firewalladvisory.com Erfahrungen“ ist eine häufige Suche von Anlegern, die über diese Seite beraten wurden und nun nicht auszahlen können. Die schwedische Finanzaufsicht Finansinspektionen hat am 17.08.2026 gewarnt, der Eintrag steht in der IOSCO-Warnliste. Eine behördliche Warnung ist keine abschließende Feststellung.
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firewalladvisory.com Erfahrungen: Was über die Plattform bekannt ist
Nach dem IOSCO-Eintrag Nr. 55955 soll „Firewall Advisory“ Finanzprodukte und Dienstleistungen anbieten, ohne registriert oder lizenziert zu sein. Genannt werden Aktien, Anleihen, Derivate wie CFD und Forex sowie Kryptowerte. Der Eintrag führt neben firewalladvisory.com die Domains mit den Endungen .llc, .me und .ai auf und wurde am 27.10.2026 aktualisiert. Warnungen der BaFin, der FINMA oder der FMA haben wir nicht gefunden.
Die Domain wurde laut Registrierungsdaten am 20.04.2026 angelegt, die Warnung folgte 119 Tage später. Die Zweitdomains .llc und .ai wurden am selben Tag registriert. Das Impressum der Website trägt dagegen den Stand „March 2026“, also ein Datum vor der Registrierung.
Angaben der Website zur Registrierung
Die Website bezeichnet sich als bei der US-Wertpapieraufsicht SEC registrierter Anlageberater mit Anschrift in Boston. Eine Abfrage im öffentlichen Beraterregister am 07.11.2026 ergab zum Namen „Firewall Advisory“ keinen Treffer. Die im Impressum genannte Registrierungsnummer gehört laut Register zu einem anderen, in einem US-Bundesstaat registrierten Beratungsunternehmen. Dieses Unternehmen ist nach der Registerlage nicht Betreiber der Website, ein Zusammenhang ist nicht erkennbar; wir nennen es bewusst nicht.
Außerdem passen Anschrift und Telefonnummer nicht zusammen: Die Rufnummer trägt eine Schweizer Vorwahl, die Anschrift liegt in den USA. Im Quelltext der Seite ist der Rechtsklick abgeschaltet, und die Seite ist für Suchmaschinen und Archive gesperrt.
Warum die Auszahlung scheitert: typische Ausreden
Eigene Schilderungen zu dieser Plattform liegen uns nicht vor. Bei vorgeblichen Beratungsunternehmen werden Kunden, die ihr Guthaben zurückhaben möchten, oft mit diesen Argumenten vertröstet:
- „Steuern“ oder „Compliance-Gebühren“, die vor einer Auszahlung zu überweisen seien
- ein Wechsel in einen höheren Tarif, damit die Auszahlung freigeschaltet werde
- eine Geldwäscheprüfung, die mit weiterem Kapital abgeschlossen werden müsse
- eine Kontosperre oder die Behauptung, der Berater sei nicht mehr erreichbar
Seriöse Berater und Vermögensverwalter verrechnen Gebühren mit dem Vermögen und verlangen keine Einzahlung als Voraussetzung für eine Rückzahlung. Zudem nennen sie eine Registrierung, die im öffentlichen Register zu ihrem eigenen Namen passt.
Was Sie jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Zahlen Sie keine „Steuern“, „Compliance-Gebühren“ oder höheren Tarife und geben Sie keine Zugangsdaten oder Ausweiskopien mehr heraus.
- Belege sichern: Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Transaktions-IDs mit Zieladressen, E-Mails, Chatverläufe und Screenshots des Kundenbereichs gehören an einen sicheren Ort, am besten als Kopie außerhalb des Handys.
- Kryptozahlungen nachverfolgen lassen: Zahlungen in Kryptowährungen lassen sich auf der Blockchain verfolgen; endet die Spur bei einer regulierten Börse, können Ermittler dort Auskünfte einholen. Bei Banküberweisungen erstatten wir eine Verdachtsmeldung an die FIU.
- Die eigene Bank informieren: Sprechen Sie die Bank so früh wie möglich an und fragen Sie, ob ein Rückruf der Zahlung noch möglich ist.
- Strafanzeige erstatten – gern über uns: Wir bereiten die Strafanzeige mit allen Belegen und – bei Kryptozahlungen – den auf der Blockchain nachverfolgten Transaktionen auf und reichen sie für Sie ein.
- Zugangsdaten schützen: Passwörter ändern, die Plattform nicht mit weiteren Konten verknüpfen und keine Ausweiskopien oder Fernwartungssoftware mehr freigeben.
Häufige Fragen zu firewalladvisory.com
Ist firewalladvisory.com seriös?
Die Finansinspektionen hat vor dem Anbieter gewarnt, weil er nach ihrer Einstufung ohne Registrierung oder Lizenz Finanzprodukte anbiete. Dazu kommen Widersprüche bei der Registrierungsnummer und fehlende Treffer im Register. Eine Aussage über die Betreiber treffen wir damit nicht, Vorsicht ist aber angebracht.
Warum zahlt Firewall Advisory nicht aus?
Ohne Ihre Unterlagen lässt sich das nicht sagen. Entscheidend ist, welche Begründung für die Verzögerung genannt wird und ob dafür weiteres Geld verlangt wird. Halten Sie diese Nachrichten schriftlich fest.
Kann ich mein Geld von Firewall Advisory zurückbekommen?
Das kann niemand zusagen, und in vielen Fällen gelingt keine Rückzahlung. Wichtig sind frühe Schritte: die Bank ansprechen, Belege sichern und Anzeige erstatten. Je früher Belege gesichert sind, desto eher lassen sich Kryptozahlungen auf der Blockchain nachverfolgen.
Wo kann ich Firewall Advisory melden?
Sie können bei der Polizei Strafanzeige erstatten. Zusätzlich kann eine Verbraucherbeschwerde bei der BaFin sinnvoll sein, wenn der Anbieter in Deutschland aufgetreten ist. Wir bereiten die Anzeige gern mit Ihnen vor.
Fazit
Die Warnung der Finansinspektionen vom 17.08.2026 und die Widersprüche bei der angegebenen US-Registrierung sprechen für Vorsicht gegenüber firewalladvisory.com. Wer eingezahlt hat und nicht auszahlen kann, sollte keine weiteren Zahlungen leisten und Belege sichern; eine Rückzahlung kann niemand zusagen.
Eine ausführliche Zeitleiste mit allen Quellen finden Sie bei brokercheck-24.de.
Quellen: IOSCO I-SCAN, Eintrag 55955 (Finansinspektionen, 17.08.2026), Domain-Registrierungsdaten (RDAP), Abfrage des öffentlichen US-Beraterregisters und der FINMA-Warnliste am 07.11.2026, eigene Prüfung der Website. Stand: 07.11.2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Sollten Betreiber oder Beteiligte Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Hinweise gern über das Kontaktformular entgegen.
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Direkter Draht: Telefon +49 175 1259351 (Timo Züfle, IT-Forensiker) · per WhatsApp schreiben · E-Mail [email protected] – oder nutzen Sie einfach das Formular:

