Wer Nexquant Pro Erfahrungen recherchiert, stößt zuerst auf eine Warnung der BaFin: Am 27. Februar 2026 teilte die Aufsicht mit, „Fides Ventures“ lenke Anleger in WhatsApp-Gruppen auf die Kryptobörse „Nexquant“; diese biete ohne Erlaubnis Dienstleistungen an, beide stünden nicht unter ihrer Aufsicht. Anleger würden aufgefordert, die Apps „Nexquant“ und „Nexquant Pro“ zu laden. Uns liegen Meldungen mehrerer Betroffener vor, bei denen eine Auszahlung an Bedingungen geknüpft wurde. Sie kommen nicht an Ihr Geld? Schildern Sie uns Ihren Fall – die Ersteinschätzung ist kostenlos (Formular am Ende dieser Seite).
Was über Nexquant Pro bekannt ist
Nach der BaFin werben die Initiatoren mit einem „FIVS-Token“, der über „Nexquant“ (auch „Nexquant Exchange Ltd.“) erhältlich sein soll. Die Plattform sei über nexquantexs.com und nexquantex.com erreichbar, die Gruppen verwiesen auf fidesventuress.com. Typisch seien Werbeanzeigen, eine WhatsApp-Gruppe, wochenlanger Vertrauensaufbau, ein eigener Token, kleine Testauszahlungen und später Druck zu weiteren Einzahlungen; Auszahlungen würden an Bedingungen geknüpft oder seien nicht mehr möglich.
Laut Registrierungsdaten (RDAP) entstanden nexquantex.com am 5. Januar und nexquantexs.com am 10. Januar 2026, fidesventuress.com am 16. November 2025; Inhaber sind nicht angegeben. Am 23. Oktober 2026 lieferten beide Nexquant-Domains nur einen Cloudflare-Fehler (530). Im FCA-Register, bei FINMA, FMA und im IOSCO-Portal fanden wir keinen Eintrag; „Nexquant Exchange“ ist bei Companies House nicht verzeichnet. Ein britisches Unternehmen mit ähnlichem Namen existiert; einen Zusammenhang haben wir nicht festgestellt.
Was Betroffene berichten
Zwischen April und Oktober 2026 haben uns mindestens vier verschiedene Personen zu „Nexquant“ geschrieben. Ihre Schilderungen ähneln sich:
- Einstieg: Werbeanzeige in sozialen Netzwerken, Aufnahme in WhatsApp-Gruppen („Fides“, Handelssignale); ein kleiner Betrag solle sich in wenigen Tagen vervielfachen. Betreut wurde über „Assistentinnen“ per WhatsApp.
- Einzahlung: oft über eine Kryptobörse in USDC an Wallet-Adressen; Summen von rund 20.000 bis 100.000 Euro.
- Angezeigte Gewinne: hohe Guthaben in der App, einmal rund 200.000 USDC; eine kleine Testauszahlung klappte.
- Hürden: Rückzahlung angeblicher „Fördergelder“, eine Servicegebühr, die nicht vom Gewinn abgezogen werden dürfe, und eine „Vertragsstrafe“ von rund zehn Prozent, weil eine zugeteilte Token-Zeichnung („IEO“) nicht bezahlt wurde. Bis dahin sei das Konto eingeschränkt, Auszahlungen seien nicht möglich.
- Ende: Ende April 2026 hieß es, die Aktivitäten würden zurückgefahren; die Startseite der Gruppe war nicht mehr erreichbar, die App zeigte einen Cloudflare-Fehler.
Nexquant Pro Erfahrungen: Warnsignale im Überblick
- BaFin-Warnung vom 27. Februar 2026 zu „Fides Ventures“ und „Nexquant“.
- Kontakt über WhatsApp: Anlageempfehlungen durch „Assistenten“ in Gruppen.
- Eigener Token und „Zuteilungen“, die zu Nachzahlungen verpflichten sollen.
- Zahlungen vor der Auszahlung: Vertragsstrafe, Servicegebühr, Rückzahlung von „Fördergeldern“.
- Junge Domains (Januar 2026), kein Betreiber, keine Erlaubnis; die Seiten sind nicht mehr erreichbar.
So prüfen Sie einen Online-Broker
- Erlaubnis nachschlagen: BaFin-Unternehmensdatenbank, für Kryptodienstleister das ESMA-Register; die Warnmeldungen der BaFin durchsuchen.
- Gruppen und Apps misstrauen: Seriöse Anbieter beraten nicht über „Assistenten“ in Chatgruppen.
Was Sie jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: auch keine „Vertragsstrafe“, Gebühr oder Rückzahlung.
- Belege sichern: Chatverläufe, Mails der Plattform, Wallet-Adressen, Transaktionsnummern, Screenshots.
- Ausweisdaten im Blick behalten: Bei der Registrierung hinterlegte Dokumente können missbraucht werden.
- Kryptobörse und Bank informieren: Der Weg der Überweisung lässt sich oft nachvollziehen.
- Strafanzeige erstatten – gern über uns: Wir bereiten die Strafanzeige mit allen Belegen und den nachverfolgten Zahlungswegen auf und reichen sie für Sie ein.
- Zahlungswege analysieren lassen: Die Blockchain zeigt den Weg der Einzahlungen.
- „Rückholern“ misstrauen: Wer unaufgefordert hilft und Vorkasse verlangt, gehört oft zur nächsten Masche.
Häufige Fragen zu Nexquant Pro
Ist Nexquant Pro seriös?
Laut BaFin böte der Anbieter Dienstleistungen ohne Erlaubnis an. Wir fanden weder eine Erlaubnis noch einen Betreiber.
Warum zahlt Nexquant nicht aus?
Betroffene nennen Vertragsstrafe, Servicegebühr und Rückzahlung von „Fördergeldern“. Seriöse Anbieter verrechnen Kosten mit dem Guthaben.
Ist Nexquant Betrug?
Das klären Ermittler und Gerichte, nicht wir.
Kann ich mein Geld von Nexquant zurückbekommen?
Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Je früher Belege gesichert und Anzeige erstattet wird, desto besser die Aussichten.
Fazit
Zu Nexquant Pro liegen eine BaFin-Warnung und mehrere übereinstimmende Meldungen vor. Wer betroffen ist, zahlt nichts nach und sichert Belege. Wir – IT-Forensik und Blockchain-Analyse – werten sie gemeinsam mit einem Rechtsanwalt aus; Erfolg können wir nicht zusagen.
Quellen (abgerufen am 23.10.2026): BaFin-Meldung vom 27.02.2026, FINMA-Warnliste, FMA-Warnungen, IOSCO I-SCAN, FCA-Register, Companies House; Registrierungsdaten (RDAP); Internet Archive (CDX); bei uns eingegangene Meldungen und Nachrichten (April bis Oktober 2026). Stand: 23.10.2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Sollten Betreiber oder Beteiligte Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Hinweise gern über das Kontaktformular entgegen.
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