Wer nach Erfahrungen mit mraib.com sucht, stößt auf eine Warnung der BaFin vom 21. Oktober 2026: Auf der Website würden ohne Erlaubnis Bankgeschäfte angeboten. Die Seite gibt sich als Berliner Privatbank seit 1987 mit BaFin-Aufsicht aus, die Domain besteht aber erst seit April 2026. Eigene Meldungen von Betroffenen liegen uns bisher nicht vor. Sie kommen nicht an Ihr Geld? Schildern Sie uns Ihren Fall – die Ersteinschätzung ist kostenlos (Formular am Ende dieser Seite).
mraib.com Erfahrungen: Was über die Website bekannt ist
Die BaFin warnt vor Angeboten des „Mineral Resources Holdings and Commercial Investment Bureau“ auf mraib.com. Dort würden ohne Erlaubnis Bankgeschäfte angeboten, so die Behörde; sie stützt sich auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes und § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes. Von Identitätsmissbrauch spricht die Mitteilung nicht.
Laut Registrierungsdaten (RDAP) wurde mraib.com am 19. April 2026 über den Registrar NameSilo angemeldet; bis zur Warnung vergingen 185 Tage. Bei FMA, FINMA und im IOSCO-Portal fanden wir am 23. Oktober 2026 keinen Eintrag.
Die Seite ist erreichbar. Sie tritt als „MRAIB Private Merchant Bank“ auf und gibt Berlin als Sitz an. Beworben werden Privatkonten, Kreditkarten, Lombardkredite (Darlehen gegen verpfändete Wertpapiere), Devisenhandel, Depotführung und eine Verwahrung von Krypto-Werten, die sie „qualifizierte digitale Vermögenswerte“ nennt.
mraib.com: Warnsignale im Überblick
- Gegründet 1987? So steht es auf der Seite; die Domain wurde im April 2026 angemeldet.
- Aufsicht nur behauptet: Die Seite spricht von BaFin-Regulierung und -Lizenz und nennt eine Referenznummer. Die Warnung der BaFin sagt das Gegenteil: keine Erlaubnis.
- Rekordzahlen ohne Beleg: 32 Milliarden Euro Vermögen, 18 Milliarden in Verwahrung, 124 leitende Banker.
- Konzernlogos als Referenz: Dass die gezeigten deutschen Großunternehmen zugestimmt haben, ist nicht erkennbar; wir bringen sie nicht mit dem Angebot in Verbindung.
- Zwei Namen: „MRAIB“ auf der Seite, ein anderer Name in der Warnung; einen Registerauszug verlinkt die Seite nicht.
Warum die Auszahlung scheitert: typische Ausreden
Wie bei mraib.com Guthaben ausgezahlt werden sollen und was Kunden entgegengehalten wird, wissen wir nicht, denn Schilderungen liegen uns nicht vor. Wer dort ein Konto eröffnet hat und nicht an sein Geld kommt, hört bei vergleichbaren Angeboten häufig:
- Kosten im Voraus: Eine „Freigabegebühr“ oder Steuer müsse zuerst überwiesen werden.
- Compliance-Prüfung: Das Konto bleibe gesperrt, bis ein Nachweis oder eine weitere Einzahlung vorliege.
- Mindestumsatz, Sperre oder Upgrade: Ausgezahlt werde erst nach einem bestimmten Volumen oder mit einem höheren Paket.
Eine echte Bank bucht Kosten vom Guthaben ab und verlangt keine Vorauszahlung, damit Kunden an eigenes Geld kommen.
Was Sie jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: keine Überweisung und keine Kryptoübertragung, auch nicht für „Kontoführung“, „Steuern“ oder „Freischaltung“.
- Zulassung selbst prüfen: Suchen Sie den Namen in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ohne die Links der Seite zu nutzen.
- Belege sichern: Kontoeröffnungsunterlagen, Überweisungen, Wallet-Adressen, Mails, Gesprächsnotizen und Bildschirmfotos.
- Bank oder Kryptobörse informieren: Schildern Sie den Vorgang und fragen Sie nach einer Rückholung; je früher, desto besser.
- Strafanzeige erstatten – gern über uns: Wir bereiten die Strafanzeige mit allen Belegen und den nachverfolgten Zahlungswegen auf und reichen sie für Sie ein.
- Zahlungswege nachverfolgen lassen: Bei Kryptoübertragungen zeigt die Blockchain, über welche Adressen das Geld lief.
- Vorsicht bei Hilfsangeboten: Wer unaufgefordert anbietet, Verluste gegen Vorkasse auszugleichen, will meist nur ein zweites Mal verdienen.
Häufige Fragen zu mraib.com
Ist mraib.com seriös – oder Betrug?
Die BaFin warnt vor Bankgeschäften ohne Erlaubnis, und die Seite beansprucht eine Aufsicht, die diese Warnung infrage stellt. Das spricht gegen Seriosität. Ob Abzocke im strafrechtlichen Sinn vorliegt, klären Ermittler und Gerichte.
Was tun, wenn MRAIB nicht auszahlt?
Berichte dazu liegen uns noch nicht vor. Bleibt eine Auszahlung aus oder wird sie an Gebühren, Steuern oder Prüfungen geknüpft, überweisen Sie nichts mehr, sichern Belege und informieren Ihre Bank.
Kann ich mein Geld von MRAIB zurückbekommen?
Eine Garantie gibt es nicht, auch nicht bei uns. Je früher Belege gesichert, die Bank eingeschaltet und Zahlungswege nachvollzogen werden, desto besser die Aussichten.
Wo kann ich MRAIB melden?
Mit einer Strafanzeige bei der Polizei, auch online. Zusätzlich können Sie die BaFin per Verbraucherbeschwerde informieren.
Fazit
Zu mraib.com gibt es eine BaFin-Warnung, eine Domain von April 2026 und eine Seite, die seit 1987 und BaFin-Aufsicht behauptet. Eigene Meldungen haben wir noch nicht; für Vorsicht und das Sichern von Belegen reicht die Lage dennoch. Wir, IT-Forensiker und Blockchain-Analysten, sehen uns Ihre Unterlagen mit einem Rechtsanwalt an, ohne Erfolg zuzusagen.
Eine ausführliche Zeitleiste mit allen Quellen finden Sie bei brokercheck-24.de.
Quellen: BaFin-Warnung vom 21.10.2026; Registrierungsdaten (RDAP); FINMA, FMA und IOSCO (jeweils abgefragt am 23.10.2026); eigene Prüfung der Website. Stand: 23.10.2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Sollten Betreiber oder Beteiligte Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Hinweise gern über das Kontaktformular entgegen.
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